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Psycho II

Gleich ganz vorweg: Die getesteten Psychos II waren alle noch Entwicklungsstudien. Somit läßt sich noch kein 100% relevantes Testergebniss bezogen auf den Serienpsycho II beschreiben. Ganz klar lassen sich jedoch die Entwicklungsmerkmale des neuen Psycho´s darstellen.

Geplant ist es den Psycho II zur "boot" Düsseldorf vorzustellen und anschließend auf dem Markt einzuführen.

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Bei diesem Kite gehen dem Tuberider die Argumente aus.

Ich hatte die Möglichkeit den Psycho II in der Größe 18.5 und 10.0 in seiner dritten Entwicklungsstudie auf Djerba zu testen. Die Windbedingungen waren recht gut, Wind um die 4 Bft. (maximal 5).

  • Was mir als allererstes positiv auffiel, war der extrem schnelle Turningspeed. Beim 10er sollte man bei über 5 Bft ein Warnschild an die Bar bauen; "Don´t pull the bar". Beide Kite reagieren sehr schnell und direkt auf Lenkbewegungen. Natürlich dreht der 18.5er nicht so schnell, wie sein kleinerer Brüder.
  • Die zweite Überraschung war die Stabilität im Himmel. Sorry, ich habe es nicht geschafft den Kite durch unterspringen oder faxen machen, vom Himmel zu holen. Gegenüber dem Psycho I braucht man sich um den Neuen nicht mehr zu Kümmern.
  • Dritter großer Pluspunkt; die geringen aber direkten Lenkkräfte. Was bei den Warriors und Maniacs mit drucklosem Depower zu indirekt und leicht ging, das mußte man beim Psycho I mit recht straken Druck erledigen. Und nun beim Psycho II, es ist das richtige Maß gefunden. Im Vergleich zum 19er Gastraa konnte ich hier voll Punkten. Nach bereits nur einer Stunde hatte ich den ersten Schmerz beim Tubefliegen im Arm.

Aber gehe ich mal der Reihe nach.

1. Aufbau: Hier gibt es mittlerweile nicht mehr viel zu tun. Ist der Kite ordentlich aufgewickelt worden, dann heißt es nurnoch Bar abwickeln, Kite ausbreiten, Ablaßventil schließen und hoch die Kiste. Nix mit Vorfüllen, oder gar pumpen. Wer auf Nummer sicher gehen will, und zudem nicht viel Platz am Strand hat, der kann ja seinen Psycho kurz in den Wind halten.

2. Zubehör: Wenn der Kite nun so gemütlich im Himmel steht und trotz Böen nicht einen Millimeter zuckt, dann ist genügend Zeit um sich das High Tec Gerät mal anzuschauen. Angefangen bei der Bar, Flysurfer verwendet hier seine Voll-Carbon Bar, mit Adjuster, Depowerloop inkl. Quickrelease und Notbalken, sowie der Rotorleash und farblicher Bar-Kennzeichnung. Die Leinen sind wie üblich auf Länge kürz- oder verlängerbar, einfach ein- oder ausschlaufen. Am Kite angekommen sieht es etwas verwirrend aus. Flysurfer verwendete bei diesem Proto eine XX-Waagekonstruction. OK, hier hat der Tuberider seinen Angriffspunkt gefunden. Sieht auch für mich recht komplex aus, stört aber nicht (siehe Stabilität). Der Kite selber macht einen sehr edlen und hochtechnisierten Eindruck nicht zuletzt durch seine riesigen JetFlaps und seine enorme Streckung. Man könnte glatt denken, bei dieser Streckung muß eine Spreiztube oder so intus sein. Nix is. Zauberei ist nur beim Voodoo im Spiel.

3. Handling: Erster Sprungstart, und schon liege ich im Wasser. Der Kite natürlich auch. Häh, was geht? Also nochmal, und diesmal etwas weniger an der Bar gerissen, (als Psycho I Fahrer zieht man nunmal beherzt) und es klappt. Der Kite trägt sehr lange. Er entwickelt einen sehr soften und gleichmäßigen Druck über die gesamte Flugbahn. Bei Transitions trägt er lange und läßt dem Rider die genaue Position des Kites spüren. Beeindruckend ist, man kann nun den Kite während der Transition in die Powerzone fliegen und von dort wieder raus. Generell läßt sich der Kite sehr ausgewogen fliegen, läßt sich dabei direkt und schnell steuern.

4. Depower, Upwind, Hangtime: Wer den Psycho I kennt und fliegt, der weiß, hier noch weitere Punkte zu sammeln fällt schwer. Geflogen bin ich den Psycho II in der Größe 18.5. Im Vergleich zum 19er Gastraa geht der Psycho II nicht wesentlich eher los. Das Depower ist, wie beim Vorgänger enorm groß. Ich meine sogar, der 18.5er nimmt nochmal eine ganze Ecke Wind mehr weg. Den 18.5er konnte ich von 3,5 bis oberen 5 Bft fliegen. Richtig Spaß macht der Psycho II natürlich, wenn´s gut windet, also ab 4 Bft. Wer mit dem Psycho II keine oder nur schlecht Höhe laufen kann, der braucht definitiv einen Kitekurs (www.kiteschule.com). Die Upwindeigenschaften sind unbestritten riesig. Selbst im unteren Windbereich läuft der Psycho II wie auf Schienen Höhe. Im Vergleich zum Vorgänger hat der Psycho II nochmal zugelegt. Thema Hangtime; auch hier gibt es nichts Nachteiliges zu sagen. Zwar konnte der Lift des Psycho I noch nicht fett überboten werden, aber dafür ist der Psycho II ja noch eine Entwicklungsstudie. Den direkten "pop" wie beim I´er, gilt es noch zu toppen.

5. Stabilität: Wie weiter oben schon beschrieben, es fällt schwer den Kite vom Himmel zu holen. Er steht sau stabil in der Luft, zeigt keinerlei Anzeichen von nervösen Anfällen. Beeindruckend ist, das der Kite trotz seiner gewaltigen Streckung weder klappt, noch überfliegt.

6. Relaunch, Safety: Linke oder rechte Steuerleine einziehen, wie bereits schon beim Titan und Voodoo bekannt, und schon hebt sich der Psycho II aus dem Wasser. Ansonsten funkionieren alle bekannten Startsysteme, so auch das bei Flysurfer von Beginn an Standart, Rückwärtsstartsystem. (siehe Reconsystem bei Cabriniha). Die Safety funktioniert in zwei Stufen. 1. Stufe ist das Aushängen und loslassen der Bar, Kite geht in den Safetymodus über, bleibt aber durch den Restzug Startbereit auf der Schleppkante liegen. Zweite Stufe ist das Einholen einer Steuerleine. Dadurch weht der Kite über eine Seite aus. Im Gegensatz zum Tube ist der Psycho II aber wieder zu 99% wiederstartbar.

7. Spaßfaktor, Fazit: Flysurferliebhaber werden diesen Kite nicht nur in den Himmel loben, sondern mit ihm ordentlich in die Luft gehen. Der Psycho II ist ein Kite der bei wenig Wind schon ordentlich Spaß macht, seine High Performance entwickelt der Kite bei mittleren Wind. Dann werden selbst Tuberider ins Schwärmen kommen.

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