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Psycho IV

Vorbemerkung:

Die Kites wurden alle über mehrere Wochen unter allen möglichen Bedingungen mehrere Stunden von verschiedenen Ridern gestestet. Wichtig war uns, dass die Kites nicht nur am Meer (am Meer fliegen alles)funktionieren, sondern auch an Binnenseen mit extrem böigen Winden.

Lieferumfang:

Wie gewohnt kommt der Psycho4 wie alle Flysurfer Kites, ready to fly, incl. Bar, Bag, Leinen, einigen Ersatzteilen sowie einer Anleitung.

Bar:

Hier schon die erste großen Neuerung im Hause Flysurfer. Die neue Infinity Bar ist da!!

Eine perfekt abgestimmte 5-Leiner Bar mit verstellaberer Barbreite, Flowter (gegen das Untergehen der Bar), ein neuer sehr leicht bedienbarer Chickenloop mit super Auslösesystem, bekannt von der Carved bar (die neue FS Bar ist in Kooperation mit Hiss-Tech entstanden).

Jetzt gibt es endlich keine Verdreher mehr in den Frontlines, darauf haben alle FS Piloten schon lange gewartet. Unten die Bilder dazu

Bag:

Die FS-Bag ist wie gewohnt. Sehr groß, Platz für viele Kites, hat eine Boardtransportmöglichkeit und lässt sich auf ein sehr kleines Packmaß bringen. Neu ist die extra Tasche für die Bar und an der Seite ein extra Fach um die Bar unterzubringen wenn sie nass ist. Ein Super Feature.

Leinen:

Wie gewohnt Grün, Rot und Grau in höchstem Flysurfer Standart. Jetzt wieder mit 5-Leinen System als Standartvariante, die das Wiederstarten des Kites und das sofortige drucklose Ausdrehen ermöglicht.

Ersatzteile:

Hier hat sich einiges verändert, bzw. verbessert. Mittlerweile sind einige Ersatzteile von Haus aus dabei:

Repairtuch in allen benötigten Farben, Little Connections Lines zur genüge, Anleitung, Sparepartleinen und eine Handlepassleash.

Anleitung:

Die neue Anleitung ist wirklich super, von Sicherheitsmaßnahmen bis hin zu einfachen Trimmerklärungen wenn der Schirm mal nicht mehr das macht was er soll. Gerade der wichtige und für viele, unverständliche Mixertest wird hier deutlich und ausführlich anhand von Bildern und Beschreibung erklärt.

Der Kite:

Die PS4 sind in den Größen 6, 8, 10, 12 und 15 erhältlich. Allerdings werden in diesem Testbericht nur die Kites über 10 getestet, da der 6 und 8er im Moment noch nicht fertig sind.

Auf- und Abbau:

Ist wieder um einiges leichter geworden, da der Mixer kürzer geworden ist und die Leinen (Stammleinen sind ummantelt) dicker und rot und grün eingefärbt sind, dadurch gibt es jetzt noch weniger Chaos beim Ein- und Auspacken.

Starten und Landen:

Gestartet können die Kites wie üblich bei weniger Wind bzw. erfahrenen Piloten in der Powerzone. Wobei die sicherere Methode der Start am Windfensterrand ohne Helfer ist.

Einfach das Tip mit Sand oder nem Board an der LUV-Seite beschweren und den Kite am Windfensterrand hochlassen. Nach meinen Erfahrungen sollten die Kites auf jeden Fall etwas vorgefüllt werden. Je mehr Luft im Segel ist, desto definierter ist der Start. Unbefüllt ist auch möglich allerdings nicht so leicht, da sich der Schirm anfangs recht schwer lenken lässt. Landen funktioniert bei weniger Wind immer noch über die Backlines (Vorsicht: die Steuervorlaufleinen sollten weit oben gezogen werden), allerdings ist das bei viel Wind nicht mehr so ratsam, da der Psycho4 keinen,bzw. sehr, sehr wenig Backstall besitzt. WICHTIG:Der Adjuster sollte bei Landen alleine offen sein. Wir empfehlen das Landen aber mit einem Helfer am Windfensterrand.

FDS:

Die 5te Leine funktioniert identisch zu der des Pulse und PS³, allerdings finde wir, dass es um einiges schneller und definierter funktioniert. Außerdem besteht nicht die Gefahr einer Fehlauslösung, da sich die Frontlinen nicht mehr verdrehen können.

Handling:

Hier hast sich mit am meisten getan. Der PS4 dreht wie ein Tubekite, fliegt schneller als ein Tubekite und ist sehr viel direkter geworden. Flysurfer Piloten werden sich freun, Tubekitefahrer brauchen praktisch keine Umgewöhnzeit mehr. Allerdings muss man auch sagen, dass der Psycho4 frecher geworden ist. Das ganze Flugverhaten ist radikaler geworden, was viele natürlich freut, für einige vielleicht etwas zu viel ist.

Flugverhalten:

Wie schon oben beschrieben ist das Drehverhalten um einiges gesteigert. Man kann sagen, dass der 10er PS4 dreht wie ein 8er PS3, sogar noch einen tick schneller und enger. Das gilt für alles weitere Größen nach oben und unten auch. Gerade bei den großen Größen ist das natürlich an lang erwartetes Feature. Ein 15er PS4 dreht schneller und enger als ein 13er PS3, dadurch kann ein geübter Fahrer im unteren Windbereich einiges rausholen.

Nosevalve:

Eine weitere sehr sinnvolle Neuerung ist das NoseValve. Das mittlere Lufteinlassventil besitzt im inneren des Kites einen Klettverschluss um die Lufteinfuhr zu gewähren oder sie zu stoppen. Wird es geschlossen, dellt der Schirm an der Vorderkante mehr an, nähere Infos unten:

Geöffnetes Ventil: Das Profil steht sauber und beschleunigt beim Depowern mehr. Der Vorwärtszug ist gedepowert höher. Diese Einstellung eignet sich besonders für maximale Performance und Leichtwindbedingungen.

Geschlossenes Ventil: Der Depowereffekt fühlt sich direkter an, da das Profil gedepowert an der Vorderkante mehr eindellt. Der Zug ist dadurch gedepowert geringer. Diese Einstellung eignet sich besonders für das erlernen neuer Tricks und den Einsatz in der Welle.

Depower:

Flysurfer ist im Zeitalter der Dripple Depower angelangt. Dies wird durch folgende 3 Punkte erreicht: Die Veränderung des Anstellwinkels, die Veränerung der projizierten Fläche und der Wölbung des Profils. Die Depower ist sehr linear geworden, der Depowerweg wieder etwas kürzer, dadurch bekommt man eine wahnsinnig großen Depower-Effect auf sehr kurzem Barweg. Die Haltekräfte nehmen dabei beim anpowern kaum zu. Der Windbereich ist dadurch mindestens auf Speed2 Niveau, wenn nicht besser. Es ist allerdings immer sehr schwer das 1:1 zu vergleichen.

Relaunch:

Der Relaunch ist im Vergleich zum Psycho3 und Speed2 wieder einfacher geworden, bei normalem Wind reicht es völlig eine Steuerleine zu ziehn, der Kite steigt dann sehr schnell wieder nach oben.

Springen:

Hier gibt es ebenfalls einige Neuerungen, bzw. Verbesserungen wie wir finden. Der Lift ist radikaler geworden, man kann den Schirm weiter nach hinten fliegen im Vergleich zu früheren Flysurfer Kites. Durch die hohe Fluggeschwindigkeit fliegt der Kite sehr schnell nach oben und entwickelt dadurch enormen Lift. Die Hangtime würde ich mit dem Speed2 in etwas gleichsetzten, wobei man den Kite in der Luft mehr bewegen muss um längstmögliche Hangtime zu erreichen. Allerdings besitzt der Kite jetzt auch einen Punkt, an dem der Kite kurz die Zugkraft nach oben verliert, was natürlich für alle Newschool Kiter und Handlepass Moves von Vorteil ist. Dadurch wird das umgreifen vereinfacht.

Unhooked:

Ja, jetzt kann man wirklich von Unhooked Performance sprechen, Kiteloops sind durch die hohe Dreh- und Fluggeschwindigkeit jetzt kein Problem mehr. Nach unseren Testfahrten sind wir überzeugt davon, dass der Kite nach dem loopen besser nach oben fliegt als jeder andere von uns bisher geflogene Kite. Selbst bei geringen höhen wird man von dem Kite abgefangen. Werden die Sprüngen, bzw. Loopversuche höher sollte man darauf achten den Kite weiter zulenken um ein Unterspringen zu vermeiden.

Kurz zu den einzelnen Größen:

8er:

Konnten wir leider bisher nur Prototypen fliegen, allerdings kann man jetzt schon sagen, dass der Kite eine Kiteloop Maschine ist. Wir konnten Sebastian Bubmann in SPO (St. Peter Ording) bei ca. 30 Knoten mit dem 8er PS4 beim Kiteloopen beobachten. Die Dreh- und Loopgeschwindigkeit ist auf jeden Fall mit einem 8er Tubekite zu vergleichen. Sebastian konnte den Schirm 2 mal loopen und wurde sanft aufgefangen. :-)

10er:

Momentan mein absoluter Lieblingskite. Gerade für Binnenkiter die nicht über 70kg wiegen eine Einkitelösung. Ich konnte mit Spaß fahren wo andere mit 12er und 14er Tubekites die höhe verloren haben. Durch das sehr ausgewogene und schnelle Flugverhalten kommt man sehr früh los, allerdings muss der Kite bewegt werden. Bereits bei ca. 16 knoten sind beachtliche Sprunghöhen zu erreichen. Wir freuen uns jetzt schon auf den Winter, der hoffentlich dieses Jahr viel Schnee bringt. Auf Schnee wird das wohl der zu 95% gefahrener Kite werden.

12er:

Die Einkitelösung für Leute ab ca. 80kg. Geht früher als der PS³ 13 und Best Waroo 08 13. Allerdings will der kite bewegt werden, sonst geht er kaum früher los als ein PS3 in 13. Nach oben allerdings geht der Kite deutlich weiter als die 2 oben genannten. Für mich schon fast zu Groß als Einkitelösung und zu klein als Schwachwindkite. Hangtime und Sprunghöhe sind vom feinsten wenn der Wind zulegt. Im Vergleich zum 12er Speed2 muss der Kite nach unten auf jeden Fall abstriche machen, gerade wenn es ums Springen geht, fahren kann man in etwas gleich früh.

15er:

Für einen 15er Flysurfer Kite wirklich sehr schnell. Dreht auf jeden Fall deutlich schneller als ein 13er PS3. Allerdings finden wir, ist es auf keinen Fall ein Schwachwindkite. Für Jungs über 90 kg ein schöner Kite um relativ früh aufs Wasser zu kommen und einen sehr großen Windbereich abzudecken. Wir sind in in Djerba bei ca. 20 knoten gefahren. Da geht’s schon richtig nach oben und man hat eine speedähnliche Hangtime.

Trimmung:

Die Trimmung bei den PS4 ist wirklich sehr stark ausschlaggebend wie der Schirm fliegt. Drehtempo, Stabilität und Backstall können hier sehr leicht über den Mixertest eingestellt werden.

In diversen Foren wird sehr stark über das Ohrenklappern und die Stabilität des PS4 diskutiert. Hier möchte ich kurz Stellung nehmen. Das Ohrenklappern ist nicht dem Ohren anlegen früherer Flysurfer Kites zu vergleichen. Durch die 3-fach Depower des PS4 wird das gesamte Profil des Kites verändert, an den Tips lässt die Leinenspannung nach, der Kite förmt sich wie ein C-Kite. Wird der Kite also bis zum Anschlag gedepowered kann es passieren dass die Tips bei stärkerem Wind ein wenig flattern, dies sieht aus Sicht eines Zuschauers am Strand vielleicht etwas unschön aus, ist aber vom Kiter selbst nicht spürbar und deshalb auch nicht störend. Dies kann natürlich mit einer kleinen Einstellung am Mixertest auf ein minimum reduziert werden.

Positiv:

  • weniger Trimmsensibel
  • sehr direkte Lenkung
  • wahnsinns Lift und Hangtime schon im unteren Windbereich
  • Relaunch ist stark verbessert worden (vergleich PS3 und Speed2)
  • neues, reifesteres Tuch
  • sehr schönes Design
  • Riesen Depower durch das Dripple Depower System
  • dreht sehr eng und schnell
  • Kiteloops
  • Flugeschwindigkeit

Neutral:

  • Microhook am Chickenloop, der nicht verwendet werden kann
  • Negativ:
  • Ohrenklappen sieht unschön aus
  • fliegt sehr schnell, fliegt dadruch sehr schnell an den windfensterrand und kann einklappen

Fazit:

Ein Meilenstein in der Geschichte der Softkites. Kein anderer Softkite dreht schneller, fliegt schneller und springt so gut wie der neue Psycho4, allerdings ist ein Hochleister Kite der einen Anfänger oder Freizeitkiter etwas überfordern könnte. Wir würden sagen, dass der Ps4 nicht mehr für die breite Masse geeignet ist. Hierfür empfehlen wir den Pulse 2 oder Speed2 für Schwachwind. Für alle Freestyle orientierten Kiter, sowie alle, die maximale Performance, Sprung und Unhooked Potential suchen ist der PS4 die erste Wahl! Auch Tubekiter werden nun in den Genuss kommen um mit die ersten auf dem Wasser zu sein.

Danke an www.kiteaira.de

 

 

 

 

 

 

 

 

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