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Titan News

Im Februar und März konnte ich in Ägypten den Titan in den Größen 6.5 und 9.5 ausgiebig testen. Euch möchte ich, leider erst jetzt, mit dieser Infoseite einen objektiven Testeindruck der beiden Titans wiedergeben. Ich möchte mich hier nicht sonderlich über die technischen Neuerungen auslassen, vielmehr soll hier die Praxistauglichkeit beschrieben werden.

Start des Kites aus dem Wasser:

Der Kite läßt sich absolut "Idiotensicher" aus dem Wasser starten. Hierzu gibt es sogar verschiedene Möglichkeiten den Kite zu starten, wenn dieser mit der Nase auf dem Wasser liegt.

  • Man greift an die rechte oder linke Steuerleine und zieht an ihr. Der Kite hebt sich leicht an und rutscht auf dem Wasser zum Windfensterrand. Dort angekommen zieht man die Leine weiter durch und der Kite stellt sich auf und startet am Windfensterrand mit geringem Zug.
  • Man zieht die rechte oder linke Steuerleine so weit an, so das der Kite zusammenklappt. Anschließend treibt der Kite zum Windfensterrand, wo er sich über das obere "Ohr" ausstellt. Natürlich wurde die Steuerleine zuvor losgelassen. Der Kite klappt ganz auf und startet am Windfensterrand völlig drucklos.

Ich habe beide Methoden mehrfach ausprobiert, der Kite hatte nicht einmal Startprobleme. Und das bei den widrigsten Windbedingungen. Allerdings kann es bei Methode eins passieren, wenn man die Steuerleine zu spät anzieht, das der Kite nicht mehr genug Power hat um durchzustarten. Dann nochmal von vorne. Ist aber nach dreimal üben kein Thema, den richtigen Zeitpunkt zu finden.

Wasser im Kite:

Man glaubt es kaum, Armin bat mich einen großen Eimer voll Wasser in den Kite (Lufteinlaßöffnungen) zu gießen. Und das vor den Augen von Gerd Klose und Stuzzi. Übrigends es hatte so schlappe 2-3 Bft. Also ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt um das Drainage-System zu präsentieren. Große Blicke als der Kite nach nur 30 sec., zwar triefend naß und mit lustigen Wasserfontänen aus den Ablaßöffnungen, am Himmel stand. Hierzu kommt in den nächsten Tagen ein Video ins Netz.

Stabilität im Himmel:

Auch hier hat Flysurfer ganze Arbeit geleistet. An eine ARC kommt der Kite in Punkto Autozenit noch nicht heran, aber er ist auch nicht allzuweit davon entfernt. Wenn der Kite im Zenit geparkt wird, verhällt er sich dort ruhig, tanzt weder wild umher, noch droht er permanent zu überfliegen. Lediglich ein korrigieren der Kiteposition ist manchmal von nöten. Böige Bedingungen verkraftet er genauso wie der Warrior. Wenn der Kite überfliegt, dann richtet er sich sehr schnell auf, um sofort wieder Zug auf die Leinen aufzubauen. In seltenen Fällen und bei extremsten Böen kann der Kite nach dem Überfliegen über die Seite abkippen. Aber bei solche Bedingungen macht Kiten eh keinen Spaß mehr.

Fazit Stabilität:

In Punkto Stabilität gibt es nichts zu meckern. Er startet aus dem Wasser in wenigen Sekunden, steht so stabil in der Luft, das man bequem 30 sec. nicht nach dem Kite zu schauen braucht. Wenn er mal überfliegt, dann fängt er sich durch die Jet Flaps so schnell wieder, das der Fahrer kein Notausstieg braucht.

Flugverhalten:

Im Gegensatz zum Psycho ist der Titan ein recht gemüthlicher Bursche. Weder neigt er zu hektischen Anfällen noch zu unkontrollierten Flugsitationen. Im Flugverhalten kommt er dem Tubekite sehr nahe. Jedoch reagiert er in Böen nicht so hart wie ein Tube. Die Böe wird soft auf den Fahrer übertragen. Ich würde dies mit einem tifergelegten Auto vergleichen, wobei der brettharte Wagen der Tube ist und der gemüthlich gefederte der Titan.

Der Titan dreht munter von der Stelle weg, was bisher nicht immer von Flysurferkites zu behaupten war. Hier muß der Fahrer entscheiden, brauche ich einen superschnellen Kite (z.Bsp. Takoon), der mir auch keine Fehler mehr verzeiht, oder will ich einen Cruiser fliegen.

Durch das WAC habe ich eine sehr direkte Rückmeldung vom Kite, gerade in hohen Sprüngen ist dies absolutes Muß. Die Lenkkräfte sind weit geringer als beim Psycho. Das Sprungverhalten allerdings auch, aber mit ordentlichen Höhen kann auch der Titan aufwarten. Jedoch wird im Vergleich zum Psycho, der Titan von 10 Uhr schnell nach 1 Uhr geflogen. Ähnlich wie beim Tube. Also somit für den Tubeumsteiger keine Umgewöhnung.

Der 9.5er und 6.5er sind ausreichend schnell unterwegs, sie lassen sich beide gut achtern um noch mehr power herauszuholen. Beide Kites brauchen allerings entsprechend Wind um ihre Leistung zu entfalten. Der Leichtwindcruiser ist der 9.5er nicht. Da bedarf es schon einer Nummer Größer. Ich habe den 9.5er bis gute 7 BFT geflogen und war keineswegs fett überpowert. Jedoch sollte man bei über 6 einen Wasserstart nicht mehr ausgiebig üben. Den 6.5er habe ich bei 3-8 BFT geflogen, wie soll es auch anders sein bei solchen Wind, wirklich Spaß hat es nicht gemacht. Wenn der Wind aber halbwegs paßt, hat der 6.5er seinen optimalen Einsatzbereich bei guten 6-7 BFT.

Depower:

Beide Kites haben, dank WAC ein verdammt großes Depower, somit können sie einen riesigen Windbereich abdecken. Mit ziehen des Adjusters läßt sich der Bereich fühlbar vergrößern. Das Depower setzt direkt ein. Der Kite läßt sich willig und schnell an den WFR fliegen. Wer bisher schonmal einen WAC Kite geflogen hat der kennt den Lift den der Kite entwickelt. Mit dem Titan konnte ich fast die gleiche Sprunghöhe erreichen, auch die Hangtime ist gewaltig, die Maßstäbe setzt jedoch immer noch der Psycho. Auch hier ist das Springen recht easy. Kite bei ausreichend Wind von 10 Uhr über den Zenit fliegen und kurz vor dem Absprung die Bar an sich heranziehen.

Handling:

  • Der Kite muß kaum noch vorgefüllt werden, auslegen, Leinen sortieren und starten. Bei einen ungefüllten Kite direkt in der Powerzone. Bis dieser im Zenit ist hat er auch genug Füllung.
  • Die Rotorleash funktioniert bestens, nur bei zehn Rotationen in nur eine Richtung bekommt diese einen Drehwurm, dann mußte ich mit der Hand etwas nachhelfen. Etwas streßig ist das heranziehen der Bar, wenn der Kite in Safety-Modus liegt. Dadurch das ich nur einen Tampen zum greifen habe, hatte ich nicht genügend Crip.
  • Die Bar ist top verarbeitet, Adjuster funktioniert bestens, beide Griffe sind zum nach unten ziehen eingebaut.
  • Der Kite hat jetzt serienmäßig ein Notstopsystem. Im Gegensatz zu den meisten Tubekites, kann ich diesen nach dem Auslösen der Safety nicht mehr starten. Beim Titan habe ich die Möglichkeit den Kite über eine Steuerleine auswehen zu lassen. Läßt man diese Leine wieder los kann der Kite probkemlos wieder gestartet werden.

Ich werde in den nächsten Tagen meine Ausführungen weiter ausbauen. Bis dahin erstmal. Jens

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