Titan 15.5
Auf
Sylt hatte ich nun endlich mal die Gelegenheit den Titan 15.5 ausgiebiger
zu testen. Wir hatten Wind im unteren Limit. Aber dafür soll der Titan
ja konzipiert sein. auflandiger Wind aus West, um die 4 Bft., dazu eine
schwache Strömung. Gefahren habe ich den Kite mit einem Loose XX 147
und einem Loose Core 25
Allererster
Eindruck:
Wenn
man bisher den Psycho 15.5 und Warrior 16.5 geflogen hat, und diese Kites
sind schon träge, dann ist der Titan 15.5 ein regelrechter Flitzer.
Der Titan 15.5 ist ein Kite, den man ordenlich schnell um die Kurve
kriegt, und das ohne große Mühe.
Verarbeitung,
Details
Der
Kite ist komplett neu entwickelt wurden, als Vorbild stand zwar der 9.5er
Pate, von diesem sind aber nur die JetFlaps, Drainage... übernommen.
Und das dieser Kite seperat entwickelt wurde, spürt man wenn man
ihn nach wenigen Sekunden im Himmel stehen hat. Die Ausstattung ist wie
bei Flysurfer üblich, recht üppig. Rotorleash, Adjuster, Pull-Stop-System,
Gustabsorber, Flickzeug, Carbonbar, das ganze verpackt in einem farblich
passenden Bag. Packt man den Kite zu ersten Mal aus, muß man die
Leinen abwickeln und an die Bar anknüpfen. Das sollte aber kein wirkliches
Problem darstellen, da diese ja farblich gekennzeichnet sind.
Starten
am Windfensterrand:
Hier
schauen die Tubekitefahrer recht neidisch. "Real Man don´t
pump". Mittlerweile braucht man den Kite bei genügend Wind nicht
einmal mehr vorfüllen. Der Kite füllt sich während des
Startens sehr schnell. Vorsichtigen Fahrern sei es aber gewährt,
den Kite kurz in den Wind zu halten.
Stabilität:
In
Punkto Stabilität gibt es nichts zu meckern. Der Kite steht so stabil
in der Luft, das man bequem 30 sec. nicht nach dem Kite zu schauen braucht.
Wenn er mal überfliegt, dann fängt er sich durch die Jet Flaps
so schnell wieder, das der Fahrer kein Notausstieg braucht. Allerdings
hatten wir in Sylt nun auch Traumbedingungen. Böigen Wind, so wie
er im Binnenland vorkommt gibt es nunmal an der See nicht. Unsere böigen
Windsimulationen ließen aber den Kite immer an seinem rechten Platz
stehen. Gilt abzuwarten, wie er im Binnenland reagiert.
Flugverhalten:
Wie
Eingangs schon erwähnt, das auffälligste am Titan 15.5 ist seine
hohe Drehgeschwindigkeit und damit auch verbunden seine Direktheit. Ich
mußte erst zweimal hinschauen, als Sebastian Bubmann mit dem Kite
bei unteren 4.Bft einen Kiteloop nach dem anderem sprang. Das hätte
ich nicht erwartet. Der Kite fliegt sich sehr direkt, lenkt mit wenig
Kraftaufwand, und das bereits im unterem Windbereich. Ich konnte noch
Höhe laufen, ohne mir dabei einen abzubrechen bei ca.8 kn, ein größeres
Board hätte mich dabei sicher noch mehr unterstützt.
Im
direkten Vergleich flog der Titan nicht eher, aber auch nicht später
los als ein z.B. 20er North oder Gastraa.
Was
mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen ist, der Titan 15.5 neigt nicht
mehr zum "Sackflug" im unteren Windbereich. Gerade bei den großen
Psychos muß man viel über das Depower arbeiten. Dies fällt
hier fast vollständig weg. Der Kite macht ordentlich Druck, wenn
angepowert, wenn gedepowert dann steht er sauber am Himmel.
Wer
sich überlegt mit zwei Kites auskommen zu wollen, für den gibt
es hier die passende Antwort.
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Kite
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Windrange
bei 75kg
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Board
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| Titan
15.5 |
ab
8 kn - 17 kn |
Loose.it
XX 162 |
| Titan
9.5, oder Warrior WAC 9.3 |
ab
14 kn - 28 kn |
Loose.it
Core 25 |
Depower:
Wie
schon beim 9.5er und 6.5er geschrieben hat auch der Titan 15.5, dank WAC
ein verdammt großes Depower, somit kann er einen riesigen Windbereich
abdecken. Mit ziehen des Adjusters läßt sich der Bereich fühlbar
vergrößern. Das Depower setzt direkt ein. Der Kite läßt
sich willig und schnell an den WFR fliegen. Wer bisher schonmal einen
WAC Kite geflogen hat der kennt den Lift den der Kite entwickelt. Mit
dem Titan konnte ich fast die gleiche Sprunghöhe erreichen, auch
die Hangtime ist gewaltig, die Maßstäbe setzt jedoch immer
noch der Psycho. Auch hier ist das Springen recht easy. Kite bei ausreichend
Wind von 10 Uhr über den Zenit fliegen und kurz vor dem Absprung
die Bar an sich heranziehen.
Handling:
- Der
Kite muß kaum noch vorgefüllt werden, auslegen, Leinen sortieren
und starten. Bei einen ungefüllten Kite direkt in der Powerzone.
Bis dieser im Zenit ist hat er auch genug Füllung.
- Die
Rotorleash funktioniert bestens, nur bei zehn Rotationen in nur eine
Richtung bekommt diese einen Drehwurm, dann mußte ich mit der
Hand etwas nachhelfen. Etwas streßig ist das heranziehen der Bar,
wenn der Kite in Safety-Modus liegt. Dadurch das ich nur einen Tampen
zum greifen habe, hatte ich nicht genügend Crip.
- Die
Bar ist top verarbeitet, Adjuster funktioniert bestens, beide Griffe
sind zum nach unten ziehen eingebaut.
- Der
Kite hat serienmäßig ein Notstopsystem. Bei allen Titan´s
habe ich die Möglichkeit den Kite über eine Steuerleine auswehen
zu lassen. Läßt man diese Leine wieder los kann der Kite
problemlos wieder gestartet werden.
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