Voodoo 10.0 und 14.0
Getestet
wurde der Voodoo von Flysurfer in den Größen 10 und 14
m².
english
version, you will visit this link. http://www.foils.nl/kite-manufacturors/flysurfer/voodoo/Voodoo.htm
| Testort: |
Kapverdische
Inseln, Sal |
| Wind: |
3,5 Bft - 5,0 Bft |
| Windbedingungen: |
konstant
- böiger Wind |
| Wasser: |
offenen
See, Welle |
| Datum: |
31.12.03
- 14.01.04 |
Das
"Testteam" besteht diesmal nicht aus dem Teamridern von Flysurfer,
sondern aus Freizeitkitern, welche auf den Kapverden ihre Kitekenntnisse
verbessern wollten. Zum Testteam gehören mit folgenden Könnerstand:
| Marc
aus Berlin (94kg) |
Höhelaufen |
| Andre
aus Berlin (67 kg) |
Springen |
| Axel
aus dem Norden (85 kg) |
Kitesicherheit,
Höhelaufen |
| Ulf
aus Oldenburg (87 kg) |
Sicherheit,
Fahren |
| Dirk
aus Berlin (78 kg) |
Höhelaufen,
Sicherheit |
Laut
Kitemagazinen verspricht der Voodoo sehr viel Gutes. Ob diese Aussagen
wirklich zutreffen konnte das Testteam in den vergangenen 14 Tagen
auf den Kapverdischen Inseln prüfen. Hier die objektiven Ergebnisse
der Rider.
Ausstattung
/ Aufbau:
Der
Kite wird wie bei Flysurfer üblich im praktischen Tragebag ausgeliefert.
Zum Lieferumfang gehört: Kite, Bar, Leinen, Anleitung, Reparaturset.
Der Kite ist bereits angeleint. Also nerviges Herumknoten entfällt.
Aus dem Bag in die Luft geht in wenigen Sekunden.
Wie
gewohnt rollt man den Kite aus und sucht das Luftablassventil um es
zu schliessen. Keins zu finden. Statt dessen, hat Flysurfer dem Voodoo
zwei grosse Reisverschlüsse spendiert. Diese befinden sich zwischen
den Air Intake Ventilen. Also Reissverschlüsse schliessen und
ab in die
Luft mit dem Kite. Was auffällt, der Kite kommt ganz ohne Vorfüllen
aus. Nach nur wenigen Pumpbewegungen steht der Kite gefüllt im
Himmel. Selbst ein Start in der Powerzone ist mit einem ungefüllten
Kite kontrollierbar.
Steht
der Kite im Himmel, hat der Rider genügend Zeit um sich den Voodoo
genauer anzuschauen. Etwas unübersichtlich erscheint das neue Leinensystem.
Hier bedarf es wesentlich mehr Einfühlungsvermögen. Ansonsten ist die
Verarbeitung Flysurfertypisch. Carbonbar, farbige Flugleinen, Safety
an allen Verbindungen zum Körper und ein sauber genähter Kite.
Stabilität:
Der
Voodoo hat zum Titan nochmal wesentlich in Punkto Stabilität zugelegt.
Keiner der vier Tester hat es geschafft den Kite auf den Boden zu holen.
Der
Kite
kann
recht
lange ohne zu schauen, im Himmel stehen gelassen werden. Es bleibt
genügend Zeit um sich den wirklich wichtigen Dingen zu kümmern.
In Böen segelt der Voodoo sauber wieder in sein Windfenster zurück.
Er neigt weder zum überfliegen oder stallen, noch zum abkippen über
die Seite.
Relaunch:
Wenn
es doch mal vorkommt das der Voodoo das Wasser berührt, dann lässt
er es ebenso schnell wieder los. Hier gab es die meissten Punkte zu
verteilen. Eine der beiden Steuerleinen leicht anziehen und er Kite
startet sofort, am Windfensterrand oder in der Powerzone, je nach Wunsch
und Leinenzug. Allgemeines Fazit, der Voodoo startet mit wesentlich
weniger Leinenzug viel bereitwilliger als der Titan. Um einen Voodoo
zu versenken, bedarf es schon sehr großer Anstrengung. In der Regel
haben die Tester den Kite innerhalb von wenigen Sekunden in den Himmel
gestellt. Da schwamm unser Tuberider "Dirk" noch munter vor sich hin.
:-)
Upwind:
Gegenüber
dem Titan braucht der Kite einen höheren Druck auf die Boardkante,
um den Voodoo zum Windfensterrand zu bewegen. Dies tut er dann recht
bereitwillig. Generell ist die Upwindperformance nicht seine Leidenschaft,
dafür gibt es Hochleister. Zum entspannten Cruisen reicht die Upwindperformance
aber allemal. Zudem kann der Voodoo mit seinen "mulit-charakter" Einstellungen
stärker aufs Höhelaufen getrimmt werden.
Lenkgeschwindigkeit:
Wie
alle Kite, ob Tube oder RAM-Air, zum fliegen brauchen sie ausreichend
Wind. Bei genug Wind sind beide getestete Kite in ihrem Turningspeed
schnell bis sehr schnell. Gerade der 10er Voodoo ist ausgesprochen
Drehfreudig. Der 14er benötigt da schon einen etwas stärkeren Lenkimpuls.
Auch am Windfensterrand dreht der Kite locker um die Ecke, genügend
Wind vorausgestetzt. Was sehr gelobt wurde, waren die geringen Lenkkräfte.
Selbst nach stundenlangen Gelenke waren kaum Ermüdungserscheinungen
bei den Ridern zu erkennen.
Rückmeldung,
Steuerkraft:
Wie
weiter oben schon beschrieben, lenkt der Kite mit sehr geringen Lenkkräften,
was von den Testern als sehr angenehm empfunden wurde. Zum Stabilisieren
des Kites, z.Bsp. beim Einsteigen ins Board sind zwei Finger die auf
der Bar aufliegen ausreichend. Mit wenig Druck auf der Bar läßt sich
der Kite neutral im Zenit halten. Um den Kite mit geschlossenen Augen
zu fliegen, sollte man nicht gerade der Grobmotoriker sein. Gegenüber
einem Tubekite bedarf es schon ein sensibleres Händchen.
WAC
- Break Verstelloptionen: Flysurfer
vergibt seinen Voodoo Kites den Titel "multi-charakter". Gemeint ist
damit die Veränderung der WAC Optionen, sowie die Verstellung der Bremse.
Verändern läßt sich der Bardruck (Rückmeldung des Kites), Drehgeschwindigkeit,
Lenkkraft und die Upwindperformance / Sprungverhalten. Wir flogen den
Kite überwiegend in der Einstellung: WAC- und Fullbreak.
Das Einstellen der unterschiedlichen Optionen ist durch die aufgedrucken
Symbolfähnchen
sehr einfach. Es
wird lediglich die entsprechende Leine weiter vor oder zurück geschoben.
Einen Kitelehrling wird sicher die Verstelloptionen nicht nutzen, für
ihn ist ein, vom Händler, Lehrer auf seine Bedürfnisse, eingestellter
Kite wichtig. Dafür kann der Aufsteiger mit den vorhandenen
Verstelloptionen den
Einsatzbereich
des Kites
stark vergrößern. Vom entspannten Cruisen mit geringen Lenkkräften,
bis zum Waveriden mit Bardruck und hoher Lenkgeschwindigkeit. Depower:
Für
einen Freeridekite ist die Depowerwirkung sehr groß. Der Kite bewegt
sich munter an den Windfensterrand. Etwas Kantendruck über das
Board vorausgesetzt. Marc (Einsteiger) flog den 14er bis 5,5 Bft.
Im Anschluß sollte man dann aber doch zum 10er greifen.
Für
Gut befunden wurde:
- schickes
Design
- Überdruckventile
- lenkt
wie ein Tube
- Reissverschlüsse
- schneller
Auf- und Abbau
- extrem
leichter Wasserstart
- breiter
Einsatzbereich
- große
Zielgruppe
Für
Verbesserungswürdig befunden wurde:
- Tip
klappt bei Leichtwindeinstellung
- Leichtwindeigenschaften
- komplizierte
Waageleinensystem
Im
Vergleich zum Tube wurde gelobt:
- Aufbau
geht wesentlich schneller von statten
- Wasserstart
viel leichter und schneller
- Landeinsatz
ist ohne Probleme möglich
- geringe
Lenkkräfte, soft zu fliegen
Aussagen
der Rider:
Ulf: "Von
den 4 Kites (WAC-Warrior, WAC-Maniac, Titan, Voodoo) kann der Voodoo
den meisten Spaß bieten. Ein Kite für den "Otto-Normal" Kiter
bei 3-5 Bft."
Alex: "Als
Einsteiger läßt sich das Fahren mit dem Voodoo sehr gut
erlernen."
Marc: "Der
Voodoo hat mich total zufrieden gestellt, auch bei weniger Wind. Er
ist ein sympathischer Kite mit der Möglichkeit zur Performancesteigerung."
Andre: "Das
Kiten erlernt man dreimal schneller als mit anderen Kites. Ein Kite
der vom Fahrer beim Powern und Lenken keinen vorherigen Fitnessbesuch
erfordert."
Dirk: Leider
ließ sich Dirk von seinem Tube nicht abbringen. Also keine Aussage.
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